Nüsse & Co einweichen – vollständige Tabelle

Nüsse einzuweichen ist eine wahre Wohltat für deine Verdauung und Wohlbefinden. Durch das Einweichen werden die Nüsse, Ölsaaten und Getreide „aktiviert“ und die Nährstoffe hoch bio-verfügbar.

Nuss/Ölsaat/GetreideEinweichzeit (h)Verwendung
Buchweizen12-16Salat, Müsli, Dörre
Cashewkerne1-3Dip, Dessert, Kuchen
Chiasamen1-2Chiagel, Chiapudding
Erdmandeln12Snack, Milch
(Wild-)Erdnüsse7Snack, Dip
(Nackt-)Hafer48-72 (alle 12h Wasser wechseln)Salate, Milch, Brot
Haselnüsse8Milch, Müsli
Leinsamen1-2Leinsamengel
Kürbiskerne12Dip, Aufstrich
Macadamianüsse2Milch, Dessert, Dip
Mandeln12Milch, Kekse
Paranüsse6Snack, Milch
Pekannüsse6Snack, Kuchen
Pinienkerne4Snack, Dip
Sesam8Aufstrich, Dessert
Sonnenblumenkerne6Milch, Dip, Sauce
Walnüsse4Snack, Salat
Wildreis48-72 (alle 12h Wasser wechseln)Salat
Zedernkerne4Snack, Dip, Milch

Hier kannst du die Einweichtabelle als Bild herunterladen

Warum Nüsse einweichen?

Der Grund: in Nüssen, Saaten & Co befinden sich sogenannte Anti-Nährstoffe darunter auch die Phytinsäure. Diese Antinährstoffe erschweren dass bestimmte Nährstoffe aus der Pflanze überhaupt aufgenommen werden können. Umgangssprachlich nennt man diese Antinährstoffen auch „Fraßhemmstoffe“, die die Pflanze vor Schädlingsbefall schützen soll.

Diese Fraßhemmstoffe sorgen aber nicht nur dafür, dass man nicht so viel von der Pflanze essen kann – sie können auch unangenehme Verdauungsbeschwerden hervorrufen.

Nüsse einweichen, darren und aufewahren – so geht’s!

Die Lösung: Einweichen! Je nach Pflanze ist eine andere Einweichzeit nötig. Anschließend kannst du die Nüsse entweder ein paar Tage im Kühlschrank lagern oder sie durch Darren haltbar machen. Zum Darren einfach die Nüsse auf ein Backblech bei Zimmertemperatur oder in einem Dörrgerät (geht schneller) trocknen. Sobald die Nüsse trocken sind, können sie umgefüllt und gelagert werden.

In Salzlösung eingeweichte Mandeln, die ich anschließend trockne. Im Winter auf der Heizung, im Sommer auf dem Balkon. Das Tablett war am Anfang voll … ! 😉

Meiner Erfahrung nach sind sie einige Wochen bis Monate haltbar.

Optional kannst du zum Einweichen eine Salzlösung oder auch warmes Wasser verwenden. Das hilft zusätzlich bei der Enzym-Aktivierung und -Produktion, welche zusätzlich bei der Verdauung helfen.

Dieses Verfahren imitiert das Vorgehen der Urvölker von Zentralamerika (Azteken), die ihre Nüsse und Samen in Meerwasser eingeweicht und anschließend in der Sonne getrocknet haben.

Welche Salzkonzentration für die Salzlösung? Wenn du mit deiner Salzlösung das Meerwasser imitieren willst, nimmst du 33,3 Gramm Salz pro Liter – das entspricht ungefähr 3 Esslöffeln Salz pro Liter. Der durchschnittliche Salzgehalt des Meerwassers beträgt nämlich 3,5% Salz, wobei aus einem Liter Meerwasser „nur“ 33,3 Gramm Salz gewonnen werden können. Die Ostsee hat beispielsweise nur einen Salzgehalt von 0,2 bis 2%. Du kannst also nicht viel falsch machen bei der Salzkonzentration: pro Liter Wasser 1 Teelöffel bis 3 Esslöffel Salz sind ein guter Richtwert!

Welches Salz ist empfehlenswert? Meiner Meinung ist es wenig sinnvoll ein teures Salz (z.B. Himalaya-Salz) zu bevorzugen, wegen dem angeblich hohen Mineraliengehalt. In der geringen Menge in der man Salz zu sich nimmt (oder zu sich nehmen sollte) macht es keinen großen Unterschied. Allerdings: Mir kam zu Ohren dass die Schwermetall-Belastung von Meersalz mittlerweile recht hoch ist. Deswegen würde ich dir ein einfaches , unbehandeltes Berg- oder Steinsalz empfehlen, also ohne Zusatz von Jod oder anderen Stoffen.

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