Ernährungsumstellung

5 Tipps für die erfolgreiche Ernährungsumstellung

Eine Ernährungsumstellung fällt vielen schwer. Es stehen liebgewonnene Gewohnheiten auf dem Spiel und die Umstellung gelingt selten von heute auf morgen. Es gibt heutzutage ja unzählige Ernährungsformen, die versprechen besonders gesund zu sein, wie Vegan, Low Carb, Low Fat usw. Unabhängig davon wie genau du deine Ernährung umstellen willst – folgende Tipps erleichtern dir hoffentlich den Umstieg:

Tipp 1: Finde dein WARUM

Bevor du eine Ernährungsumstellung planst: Mache dir unbedingt genau klar was dein WARUM für dein Vorhaben ist. Ist es das Übergewicht? Die Energielosigkeit? Die Hautunreinheiten? Die träge Verdauung?

Ein klar definiertes Ziel hilft dir, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Das gibt dir Kraft und innere Stärke deine Ernährungsumstellung durchzuhalten. Am besten fixierst du dein Ziel schriftlich und hängst es dir an einem gut sichtbaren Ort z.B. in deiner Wohnung auf.

Tipp 2: Lass‘ dir Zeit!

Die Ernährung und damit auch die Ernährungsumstellung ist vor allem auch ein emotionales Thema. Nur einem starren Plan zu folgen, wird dir wahrscheinlich keinen Erfolg bringen!

Wichtig ist es, die Ernährung in einem Tempo umzustellen, dass du dich zu jedem Zeitpunkt noch wohl fühlst und der innere Widerstand nicht zu groß ist!

Häufig sind wir in der ersten Phase eines neuen Vorhabens hochmotiviert. Dann flacht die Motivation etwas ab. Wenn wir genau dann auf Schwierigkeiten und unvorhergesehene Herausforderungen stoßen, schmeißen viele das Handtuch.

Deswegen ist es so wichtig trotz der anfänglichen Euphorie Geduld zu bewahren und die Dinge realistisch zu sehen. Sei nicht zu streng mit dir selbst und erlaube dir auch mal Ausnahmen!

Tipp 3: Ersetze Gewohntes durch gesündere Alternativen

Eine einfache Möglichkeit die Ernährung zu verbessern, ist es gewohnte Nahrungsmittel durch gesündere Alternativen zu ersetzen, sofern diese in deiner angestrebten Ernährungsform „erlaubt“ sind. Ein guter Maßstab für ein gesundes Lebensmittel ist immer die Naturbelassenheit.

Bei dieser Vorgehensweise musst du nicht direkt deine ganze Ernährung auf den Kopf stellen, sondern du ersetzt einfach nach und nach bestimme Nahrungsmittel. Sogar deine Lieblings-Rezepte lassen sich dadurch wahrscheinlich in gesunde Mahlzeiten verwandeln!

Erstelle dir am besten eine Liste mit 10 Nahrungsmitteln die du häufig oder sogar täglich zu dir nimmst. Dann überlegst du dir, welche gesünderen Alternativen es gibt. Den Zettel hängst du dann beispielsweise gut sichtbar in deine Küche auf oder nimmst ihn zum Einkaufen mit.

Damit du dir besser vorstellen kannst, wie du die Tabelle gestaltest, habe ich hier ein paar Beispiele aufgeführt:

Gewohntes

Gesündere Alternative

Weißbrot, Graubrot

Vollkornbrot

Gesüßtes Fertigmüsli

Haferflocken (optimalerweise roh) mit frischem Obst

Marmelade

Herzhafte Aufstriche z.B. Humus (Einsparen von Fabrikzucker)

Gesüßtes „Kaba“ (Kakaopulver-Mischung mit Fabrikzucker)

Entöltes Kakaopulver, mit Honig süßen

Gekaufte Kekse

Selbst gebackene Vollkorn-Kekse ohne Fabrikzucker (siehe Rezept)

Tipp 4: Achte auf deine Lebensmittel-Kombination

Bei den meisten Ernährungsumstellungen wird angestrebt, mehr gesunde und frische Nahrungsmittel zu integrieren. Also mehr frisches Obst, Gemüse, Nüsse, Samen usw.

Dabei kommt es nicht selten zu Verdauungsbeschwerden mit der Gefahr das positive Vorhaben der Ernährungsumstellung zu verwerfen.

Gesunde Lebensmittel erfordern die richtige Zusammenstellung/Kombinatorik, damit sie gut vertragen werden:

  • Frische Kost zuerst

Wenn du den ungesunden Nachtisch mit Fabrikzucker jetzt durch Obst ersetzen willst, wirst du je nach Empfindlichkeit Blähungen bekommen. Grund dafür ist folgender: „Frische“ Lebensmittel wie rohes Obst und Gemüse werden besonders schnell verdaut (ca. 20 Minuten). Vollkorngetreide beispielsweise braucht etwa 4 Stunden zur vollständigen Verdauung. Wenn man z.B. gekochten Naturreis ist und direkt danach eine Banane als Nachtisch, so kommt die Banane am Reis nicht „vorbei“. Der Zucker der Banane wird zu Alkohol und erzeugt Blähungen und Bauchkrämpfe.

Also: zu jeder Mahlzeit, das frische Obst und Gemüse zuerst essen und dann die gekochte Nahrung (gleichzeitig ist auch in Ordnung).

  • Fabrikzucker meiden

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Nahrungsmittel-Kombination ist der Fabrikzucker. Der Fabrikzucker macht nämlich natürliche Lebensmittel scheinbar unverträglich. Hintergrund ist folgender: Der Fabrikzucker hat eine stark verändernde Wirkung auf die Darmflora, so dass die Verdauung gesunder Lebensmittel nicht mehr so gut funktioniert oder sogar Bauchschmerzen und das „Reizdarmsyndrom“ entstehen können.

Der Fabrikzucker als Bestandteil einer „ungesunden Ernährung“ (überwiegend industriell verarbeitete Nahrungsmittel: Weißmehl, Fertiggerichte usw.) verursacht keine Probleme. Als Bestandteil einer ansonsten gesunden Ernährung hingegen schon.

Achte also mal darauf, ob du gesunde Lebensmittel (z.B. Vollkornbrot, frisches Obst und Gemüse) „nicht verträgst“ – schuld ist auf jedenfall nicht das gesunde Lebensmittel! 😉

Tipp 5: Achte auf Körpersignale

Es gibt nicht DIE Ernährung für alle. Besonders in der Zusammenstellung der einzelnen Lebensmittel solltest du genau auf deine Körpersignale achten, um die für dich optimale, harmonische Ernährung zu finden.

Je nach dem wie „ungesund“ (Hoher Anteil denaturierter, industrieller Nahrungsmittel) du dich vorher ernährt hast, kann es aber eine Weile dauern bis du gesunde Nahrung gut verträgst. Gerade am Anfang solltest du die Signale also auch nicht überinterpretieren. Sie können dir aber einen Hinweis geben, welches Tempo bei deiner Ernährungsumstellung angemessen ist.

Fazit

Ernährung und auch die Ernährungsumstellung sollte dir Spaß machen! 😉 Die wirklich optimale Ernährung für sich zu finden, ist wahrscheinlich mehr ein Prozess als ein Ziel. Also bleib auf der Suche wenn du noch nicht zufrieden bist. Wichtig ist nur, dass du offen und neugierig bleibst deine Erfahrung zu machen! Hierzu ein passendes Zitat von Steve Jobs:

“If you haven’t found it yet, keep looking. Don’t settle. As with all matters of the heart, you’ll know when you find it. And, like any great relationship, it just gets better and better as the years roll on.” – Steve Jobs

Wenn du noch auf der Suche nach Ernährungsinspiration bist, wirst du auf diesem Blog einiges dazu finden! 🙂

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