Vollkorn-Kekse ohne Fabrikzucker

Vollkornkekse ohne weißen Zucker (vegan & glutenfrei)

Du denkst Kekse sind automatisch ungesund? Dann probier‘ dich mal an meinem Rezept aus. 😉 Statt gewöhnlichem weißen Zucker verwenden wir Datteln. Außerdem sind die Kekse vegan und glutenfrei! Tipp: Der Teig eignet sich auch wunderbar für gesunde Weihnachts-Plätzchen. 🙂

Zutaten:
– 400g (frisches*) Buchweizenmehl
– 160g Datteln, entsteint
– 100g gemahlene Haselnüsse
– ein paar ganze Haselnüsse (zur Verzierung)
– 100g Kokosöl
– 1 EL Weinstein-Backpulver
– 4 Msp. Vanillepulver oder Vanillemark

Zubereitung
– Datteln für 30 Minuten einweichen. Anschließend die Datteln zusammen mit dem Einweichwasser mixen (das schafft schon ein einfache Mixer).
– Backofen auf 200°C vorheizen
– Alle Zutaten (bis auf die ganzen Haselnüsse) zu einem Teig verkneten
– Zwei Backbleche einfetten
– Aus dem Teig kleine Kugeln rollen, etwas flach drücken und auf den Blechen verteilen
– Mit den ganzen Haselnüssen pro Keks verzieren
– im vorgeheizten Backofen für ca. 10 Minuten backen

*Hinweis:
Wenn man einen Mixer hat, kann man Buchweizenmehl ganz einfach selbst herstellen. Dazu einfach pur 170 kg Buchweizenkörner in dem Mixer geben und fein hexeln. Das bekommen auch einfache Mixer hin, denn Buchweizen ist ähnlich wie Hafer ein sehr weiches (Pseudo-)Getreide. Bei härteren Getreidesorten bräuchte man eine richtige Getreidemühle für ein feines Mahlergebnis.
Frisch gemahlenes Mehl hat viele Vorteile bzw. fertiges Mehl viele Nachteile 😉 Was ich aber besonders schätze, ist der sehr aromatische Geschmack von Frischmehl!

Aber nun zu den Hintergründen des heute üblichen Auszugsmehls:

Bis zum 19. Jahrhundert war es ganz normal, dass Mehl immer aus dem ganzen Getreidekorn hergestellt wurde. Durch die rasante Entwicklung von Großstädten, kam es aber zu ernsthaften Versorgungsproblemen mit diesem „Frischmehl“. Denn das frische Mehl (aus dem ganzen Korn) ist nur einige Wochen haltbar bis es dann ranzig und ungenießbar wird. Grund dafür ist der ölhaltige Keim (Bestandteil vom Getreidekorn), der durch den Mahlprozess aufgeschlossen wird und somit das Öl zu oxidieren beginnt.

Es musste also ein Mehl her, dass lagerfähig ist, um den wirtschaftlichen und organisatorischen Anforderungen in einer Großstadt gerecht zu werden.
Und genau das hat man erreicht. Die Lösung des Problems war es den Getreidekeim vor dem eigentlichen Mahlprozess zu entfernen. Egal ob Vollkornmehl oder Weißmehl – fertiges Mehl wird als „Auszugsmehl“ bezeichnet, weil es um die wertvollsten Bestandteile (jene im Getreidekeim) verarmt und somit für den Organismus wertlos geworden ist.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.